Handwerk sichtbar stärken

Das Handwerk muss früher gehört und stärker verstanden werden.

Die VKH sollte nicht warten, bis über das Handwerk gesprochen wird. Sie muss selbst sprechen: sachlich, regional, handwerksnah und mit dem Anspruch, praktische Zukunftskraft politisch sichtbar zu machen.

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Christopher Wilmes vertritt Fachthemen vor Publikum

Wirtschaftspolitik

Handwerk ist Infrastruktur des Alltags.

Handwerk baut, repariert, installiert, versorgt, pflegt, ernährt, gestaltet, saniert, elektrifiziert und hält Alltag funktionsfähig. Dennoch wird es politisch oft erst dann wahrgenommen, wenn Fristen, Kosten, Fachkräftemangel oder Umsetzungslücken bereits spürbar sind.

Eine starke Kreishandwerkerschaft kann diesen Zeitpunkt nach vorn verlagern. Sie nimmt Themen aus Betrieben und Innungen auf, verdichtet sie, bereitet sie für Politik und Verwaltung auf und bringt sie in wiederkehrende Gespräche. So entsteht Interessenvertretung, die nicht laut sein muss, um wirksam zu sein.

Mein Ziel wäre eine VKH, die politische Vorschläge selbstbewusst kommentiert, konkrete regionale Beispiele liefert und Mitgliedsbetriebe als Lösungsanbieter sichtbar macht: bei Vergabe, Bürokratie, Fachkräften, Ausbildung, Energie, Sanierung, Schwarzarbeit, Infrastruktur und Standortkosten.

Themenradar

Daraus kann eine starke öffentliche Linie entstehen.

01

Bürokratie

Wiederkehrende Belastungen sammeln, Fallcluster bilden und konkrete Entlastungsvorschläge formulieren.

02

Öffentliche Vergabe

Mittelstandsfreundliche Verfahren, Fach- und Teillose, faire Bedingungen und frühe Kommunikation mit Kommunen einfordern.

03

Fachkräfte und Ausbildung

Nachwuchs nicht nur bewerben, sondern mit Schulen, Eltern, Betrieben und Innungen systematisch entwickeln.

04

Energie und Sanierung

SHK, Elektro, Dach, Bau, Metall und weitere Gewerke als Umsetzer von Energiewende und Gebäudewende sichtbar machen.

05

Schwarzarbeit

Faire Wettbewerbsbedingungen, Verbraucherschutz, Ausbildungsleistung und kommunale Einnahmen klar zusammenführen.

06

Regionale Wertschöpfung

Zeigen, dass Handwerk Einkommen, Ausbildung, Versorgung und Stabilität vor Ort hält.

Public-Affairs-System

Von Betriebsrealität zu politischer Wirkung.

1

Thema aufnehmen

Rückmeldungen aus Innungen, Betrieben und Geschäftsstelle sammeln und Muster erkennen.

2

Folgen belegen

Regionale Beispiele, Fristen, Kosten, Personalbedarf und Umsetzungsprobleme verdichten.

3

Position formulieren

Kurz, sachlich, lösungsorientiert und anschlussfähig für Politik, Verwaltung und Medien.

4

Nachhalten

Gespräche dokumentieren, Ergebnisse zurückspiegeln und öffentlich sichtbar machen, was erreicht wurde.

Formate

Präsenz planbar machen.

Politikfrühstück Handwerk

Regelmäßiges, kurzes Format mit Landräten, Bürgermeistern, Verwaltungsleitungen und Abgeordneten: Themen, Beispiele, Forderungen, nächste Schritte.

Betriebsbesuche mit Entscheidern

Politik und Verwaltung erleben Werkstatt, Baustelle, Lager, Ausbildung und Kundenkommunikation direkt im Betrieb.

Handwerksmonitor aus Innungen

Kurzer wiederkehrender Themenpuls aus den Gewerken als Grundlage für Positionen, Presse und Gespräche.

Endkundenkommunikation

Verständlich erklären, warum Qualität, Gewährleistung, Normen, Ausbildung und Innungsbetriebe ihren Wert haben.